Seminare

Bei allen Seminaren geht es uns um ein oder zwei Tage praktischen Sammelns von Erfahrungen, um Spaß und Input für Sie und Ihren Hund. Unsere Praxisseminare haben daher einen ausgesprochenen Workshopcharakter. Sie sind von vielen kleinen Trainingseinheiten durchzogen, die sich über die ganzen Seminartage verteilen. Damit ein gelassenes Lernen für Mensch und Hund möglich ist, begrenzen wir dieses Angebot jeweils auf acht "Mensch-Hund-Teams" und acht weitere Teilnehmer ohne Hund. Zudem stehen wir Ihnen mit jeweils zwei oder drei Personen zur Verfügung. Sie dürfen also sicher sein, dass alle Ihre Fragen beantwortet werden und wir genug Zeit für Sie und Ihre Hunde haben.

Damit Ihr Seminar zugleich ein Schritt heraus aus dem Alltag bedeutet, beginnt er mit einem Ausflug in das Dorf Wulften (Bissendorf). Bequem und schnell aus Osnabrück und über die BAB zu erreichen, finden Sie hier unseren Seminarhof. Eine zur Trainingshalle umgebaute Diele bildet den gemütlichen und wetterunabhängigen Rahmen für optimale Lernerfahrungen. 

Anmeldung
Für Ihre Anmeldung klicken Sie einfach den Seminar-Button auf der Kontaktseite unserer Homepage. Auch  per E-Mail nehmen wir Anmeldungen gern entgegen. Sie erhalten dann von uns die Überweisungsdaten, Informationen zum Seminarablauf und natürlich eine detaillierte Wegbeschreibung. Geben Sie bitte stets das Datum des Seminars und eine Rückrufnummer mit an.

Wochenendseminar-Preise
TeilnehmerInnen mit Hund € 150
TeilnehmerInnen ohne Hund € 120 

Seminarzeiten
Wochenendseminar:  Sa. 10:00-17:00 Uhr & So. 10:00-16:00 Uhr

Anerkennung als Fortbildung
Für alle unsere Seminare 2020 ist bei der Tierärztekammer Niedersachsen die Anerkennung als Fortbildung für zertifizierte Hundetrainer beantragt.

FÜR SEMINARE, DIE NICHT BEI menschplushund IN WULFTEN STATTFINDEN, GELTEN DIE PREISE UND BEDINGUNGEN DER JEWEILIGEN HUNDESCHULE VOR ORT.

 

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menschplushund-Seminarprogramm 2022

 

16.07.2022 von 10.00 bis 17.00 Uhr in der Hundeschule 4Steps4Dogs in Waiblingen

Schmerzen beim Hund

Wir Menschen haben es leicht: wir können sagen wann es weh tut, wie sich der Schmerz anfühlt und wann er milder wird. Und dennoch, schon bei uns ist der Umgang mit und die Behandlung von Schmerzen oft gar nicht so einfach. Hundefreund:innen und Fachfrauen / Fachmänner für das Lernen mit Hunden werden immer wieder mit dem Thema Schmerz konfrontiert. Das Thema begleitet uns von den kurzfristigeren, schmerzhaften Folgen einer ungeschickten Bewegung eines Junghundes, bis zur chronischen Schmerzpatientin im fortgeschrittenen Vierbeiner-Alter und seine Auswirkung auf das Leben unserer Hunde und das Zusammenleben mit ihnen sind durchaus vielfältig. Daher beleuchten wir in diesem Seminar insbesondere Fragen wie:

  • Was genau ist eigentlich Schmerz? Wie entsteht er? Was passiert da wo im Körper?
  • Woran wird Schmerz bei Hunden erkennbar?
  • Wie beeinflusst er das Lernen und Verhalten unserer Vierbeiner?
  • Was ist ein Schmerzgedächtnis und wie genau entsteht und funktioniert es? Wie gehe ich damit um, wenn es entstanden ist? Wie beuge ich vor, wenn ich seine Entstehung noch vermeiden kann?
  • Wie verändert sich das Leben, wenn Hunde chronische Schmerzpatienten geworden sind?
  • Was ist für diese Hunde erträglich, was zumutbar?
  • Welche Faktoren beeinflussen das Schmerzerleben und insbesondere die wahrgenommene Intensität von Schmerz? Was kann ich also aktiv tun, um das Leben eines Hundes mit schmerzhaften Erkrankungen günstig zu beeinflussen?
  • Welche konkreten Auswirkungen haben Bewegung und Lernen auf Schmerzen? Wie können diese praktisch genutzt werden?

In diesem Seminar geht es also darum Schmerz besser zu verstehen und ihn auch bei den Hunden, die ihn nicht so deutlich zeigen, besser zu erkennen. Ebenso stehen unsere praktischen Handlungsmöglichkeiten und Entscheidungsoptionen im Vordergrund dieses Seminartages. Dabei schauen wir nicht nur auf den Umgang mit Schmerzen, die bereits vorhanden sind, wir gucken auch auf unsere konkreten Vorbeugungschancen während der immer länger werdenden Lebenszeitspannen unserer Vierbeiner. Auch wenn dein Hund aktuell keine Schmerzen hat, ist es immer von Vorteil zu wissen wie sie erkennen und / oder vermeiden kann.

Dieses Seminar ist äußerst interessant für alle Hundehalter, Hundephysiotherapeuten, Hundetrainer, Gassigänger und Groomer / Hundefriseure.

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17.07.2022 von 09.30 bis 16.30 Uhr in der Hundeschule 4Steps4Dogs in Waiblingen

Angst und Furcht beim Hund

Während des letzten Jahres haben sich erstaunlich viele Menschen für ein Leben mit Hund entschlossen. In einigen Landkreisen wird ein Anstieg um bis zu 25% geschätzt. Da die Mehrzahl dieser Hunde aus Tierschutz-Zusammenhängen oder ungünstigen Zuchtbedingungen stammen, die oft nicht ausreichend auf die neue Lebenssituation vorbereiten, steigt offenbar im Moment die Zahl der Hunde, die unter Angst- und Furcht-Empfindungen leiden bedeutsam an. In diesem Seminar werden wir und mit den

Fragen beschäftigen, die interessierte Hundeeinsteiger:innen und Fachleute in gleicher Weise interessieren:

  • Was unterscheidet Furcht von Angst? Und damit ist nicht lediglich die Lehrbuchdefinition gemeint sondern. Wie wirken sich die beiden auf das Verhalten, das Denken und Lernen von Hunden und ihren Familien aus?
  • Kann man Angst und Furcht eigentlich ungewollt verstärken oder ist das wirklich Unfug?
  • Was passiert körperlich in einem Hund der gerade geängstigt ist? Welche Folgen haben wiederkehrende Ängste im Gehirn und ganz praktisch in der Persönlichkeitsentwicklung des Hundes?
  • Warum funktionieren viele der bekannten "Einzelmaßnahmen" nur recht kurz oder begrenzt?
  • Was ist überhaupt konkret zumutbar für einen oft geängstigten Hund?
  • Welche Vorgehensweisen sind in welchem Zusammenhang am vielversprechendsten?
  • Kann man einen regelrechten Entwicklungsplan für einen Hund mit vielen Ängsten erstellen, der auch familien- und alltagstauglich ist?
  • Wie weit kann sich ein Hund überhaupt entwickeln, der vielfältig geängstigt reagiert oder bleibt ein solcher Hund immer ein Angsthund?
  • Wie kann ich einen Entwicklungsstillstand im Umgang mit Angst und Furcht verhindern? Wie bringe ich stockende Prozesse wieder in Gang?
  • Sind wir mit unserer aktuellen Entwicklung im "Hundetraining" immer auf einem hilfreichen Weg oder vernachlässigen wir zuweilen relevante Aspekte der Verhaltenstherapie?

Es wird also ein inhaltlich voller und interessanter Tag, an welchem wir diese und andere Fragen beantworten werden. Dabei werden wir uns umfangreich auf wissenschaftliche Erkenntnisse stützen und diese so verständlich bearbeiten, dass niemand im "Fachwort-Dschungel" zurück bleibt. Wissenschaftliche Erkenntnisse helfen unseren Hunden allerdings vorwiegend, wenn ihre Anwendung als verhaltenstherapeutisches Erfahrungswissen zur Beleuchtung der Lebenslage geängstigter Hunde herangezogen wird. Daher werden Fallbeispiele immer wieder im Mittelpunkt des Seminars stehen.

Dieses Seminar ist für fortgeschrittene Hundehalter und Trainer gedacht.

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19.11.2021-20.11.2021, 09.30-17.00 Uhr bei Animal Team in Schwerte

Wissenschaftliches Wissen & Erfahrungswissen für komplexe Fälle integrieren

 

Eine anerkannte Fortbildung von IBH und den Tierärztekammern Niedersachsen, Schleswig-Holstein

Wissenschaftliches Wissen & Erfahrungswissen für komplexe Fälle integrieren

Ein professioneller Klärungshilfe- und Entwicklungsansatz

Lernen und Therapie mit Hunden ist ein sich rasch professionalisierendes Arbeitsfeld. Eine Folge daraus ist, dass wir immer mehr Erkenntnisse aus unterschiedlichen Wissenschaftsfeldern in unsere Arbeit integrieren. Wo vor Jahrzehnten noch vorwiegend Erfahrungswissen aus dem Hundetraining und einige verhaltensbiologische Erkenntnisse die Beratungsgrundlage bildeten, gilt es heute unter anderem


• eine Vielzahl von lern- und emotionspsychologischen Phänomenen, 
• Wissen zur korrekten Vorbereitung, Anwendung und Wirkung verhaltenstherapeutischer 
Vorgehensweisen, 
• umfassendes Wissen und praktische Fähigkeiten zur Angewandten Verhaltensanalyse, 
• tiermedizinische Informationen, 
• ernährungsphysiologische Erkenntnisse und 
• allgemeinpsychologische Phänomene im Blick zu behalten. 
Aber nicht nur die Komplexität unserer Wissens- und Handlungsgrundlage nimmt deutlich zu, 
auch die Komplexität der Problemlagen unserer Hunde steigt mit der Zunahme an 
„Auslandshunden“ und Vierbeinern aus ungünstigen Zuchtbedingungen. Praktisch zeigt sich dies aktuell in der Zunahme von Hunden in der Beratung bei denen meist 
parallel Phänomene wie


• Defizite in der Sozialisation auf Menschen und in der Umweltgewöhnung an alltägliche 
Gegebenheiten des neuen Lebensumfelds,
• vielfältige Ängste,
• Probleme mit der Verstärkbarkeit und Gegenkonditionierung mittels Futter, 
• unangenehme Empfindungen bei menschlicher Zuwendung,
• Schreckhaftigkeit, 
• Aufregungsneigung und 
• Erinnerungsprobleme bestehen.


Je komplexer nun einerseits das Fachwissen und je facettenreicher andererseits die Problemlagen werden, um so schwieriger wird es, praktisch eine Veränderungsenwicklung für die Hunde und ihre Menschen zu starten und den Entwicklungsprozess in Gang zu halten.
In diesem Seminar zum Thema Fallverstehen beschäftigen wir uns mit einer Herangehensweise, die aus dem Umfeld therapeutischer Professionen stammt. Wir kümmern uns dabei um die folgenden Fragen - immer mit dem Blick auf das praktische Lernen mit den Hunden:


• Wie finde ich in komplexen Fällen die ersten Ansatzpunkte, mit denen ich mit der praktischen Arbeit beginnen kann?
• In welcher Reihenfolge sollte ich bestehende Problemaspekte des Hundes aufgreifen?
• Wie entscheide ich mit meiner Kund:in, wie viele Punkte zugleich bearbeitet werden sollten?
• Wie sehr sollte das alltägliche Lernen mit dem Hund sich um Probleme drehen?
• Wie helfen mir Entwicklungsziele und Kompetenzziele beim praktischen Lernen mit dem 
Hund?
• Wie kann ich damit umgehen, wenn eine abschließende Prognose nicht möglich ist, das 
Ergebnis des Lernens also für die Kund:innen nicht eindeutig ist?
• Wie entscheide ich mich zwischen unterschiedlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen und 
Ansätzen?
• Wie entscheide ich mich zwischen Erfahrungswissen und wissenschaftlichem Wissen? Wie 
kann ich beides professionell integrieren?


In diesem Seminar nehmen wir nicht die eher seltenen Extremfälle in den Blick, vielmehr 
fokussieren wir uns darauf, dass in letzter Zeit eine ganze Gruppe „schwieriger Fälle“ zum Alltag der Beratung geworden ist. Ein professionelles Fallverstehen stellt dabei eine konkrete 
Möglichkeit dar, bei allem theoretischen Wissen und allen Problemaspekten nicht den Überblick zu verlieren und den praktischen Veränderungsprozess in Gang zu bringen und zu begleiten.

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